Schnellübersicht
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Name | Mirna Funk |
| Geboren | 2. März 1981, Ost-Berlin (Pankow) |
| Beruf | Journalistin, Autorin |
| Ausbildung | Philosophie und Geschichte, Humboldt-Universität Berlin |
| Bekannte Werke | Winternähe (2015), Zwischen Du und Ich, Who Cares! (2022) |
| Auszeichnung | Uwe-Johnson-Förderpreis 2015 |
| Wohnort | Berlin und Tel Aviv |
| Familie | Alleinerziehende Mutter einer Tochter |
Mirna Funk gehört zu den Stimmen im deutschen Feuilleton, die man nicht so schnell vergisst. Sie schreibt scharf, persönlich und oft unbequem – und genau das macht sie interessant für ein Publikum, das mehr will als glattgebügelte Meinungsartikel. Wer sich näher mit mirna funk beschäftigt, stößt schnell auf eine Karriere, die Journalismus und Literatur auf ungewöhnliche Weise verbindet.
Kindheit und Ausbildung
Mirna Funk wurde 1981 in Ost-Berlin geboren und wuchs in einer Zeit auf, die ihre spätere Arbeit stark geprägt hat. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Kommunikationsmanagement, bevor sie sich für Philosophie und Geschichte an der Humboldt-Universität in Berlin entschied. Diese akademische Grundlage ist in ihren Texten bis heute spürbar: analytisch, aber nie trocken.
Der Weg zur Journalistin
Bevor sie als freie Autorin bekannt wurde, arbeitete Mirna Funk zunächst in Unternehmen und Kommunikationsagenturen. Der Wechsel zum Journalismus brachte sie zu renommierten Häusern wie der FAZ, der Süddeutschen Zeitung und der Zeit. Besonders prägend war ihre Berichterstattung aus Israel im Sommer 2014, als sie hautnah über den Alltag während des Konflikts schrieb. Diese Erfahrung legte den Grundstein für viele Themen, die sie seither begleiten.
Bücher von Mirna Funk
Wer sich für bücher von mirna funk interessiert, findet ein Werk, das sich stetig weiterentwickelt hat. Ihr Debütroman „Winternähe” erschien 2015 bei S. Fischer und wurde mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis für das beste deutschsprachige Debüt ausgezeichnet. Der Roman erzählt von einer jungen Frau, die in Ost-Berlin als Jüdin aufwächst und sich mit Erinnerung, Herkunft und Identität auseinandersetzt.
Es folgten weitere Werke, darunter der Roman „Zwischen Du und Ich” und das gemeinsam mit einer israelischen Illustratorin entwickelte Kinderbuch „Wo ist Papa?”. Ihr größter kommerzieller Erfolg war jedoch das Sachbuch „Who Cares! Von der Freiheit, Frau zu sein” aus dem Jahr 2022, das sich sofort zu einem Bestseller entwickelte. Darin vertritt sie einen individualistischen, selbstbestimmten Feminismus, der klassische Debatten um Care-Arbeit und Rollenbilder hinterfragt. Zuletzt erschien 2026 bei dtv ein weiterer Roman, der erneut jüdisches Leben in Berlin in den Mittelpunkt rückt – diesmal verwoben mit einer Erbschaftsgeschichte rund um eine wertvolle Kunstsammlung.
Kolumnistin bei Cosmopolitan und Vogue
Neben ihren Büchern ist Mirna Funk auch für ihre Kolumnenarbeit bekannt. Seit 2021 schreibt sie monatlich für mirna funk cosmopolitan, wo sie über Sexualität und Beziehungen schreibt – offen, humorvoll und ohne falsche Scham. Zuvor hatte sie mehrere Jahre lang bei der deutschen Vogue eine Kolumne über jüdisches Leben in Deutschland verfasst. Beide Formate zeigen, wie vielseitig ihr journalistisches Schaffen ist: von gesellschaftspolitischen Themen bis zu sehr persönlichen Einblicken.
Themen, die polarisieren: Mirna Funk und die Kritik
Wer öffentlich Position bezieht, bekommt auch Gegenwind – das gilt auch für Mirna Funk. In Sachen mirna funk kritik gibt es einiges zu sagen: Ihre Essays zum Nahostkonflikt, zu Antisemitismus in Deutschland und zu ihrer Sicht auf den israelisch-palästinensischen Konflikt haben in der Vergangenheit für hitzige Debatten gesorgt. Auch ihre feministischen Thesen in „Who Cares!” wurden nicht überall wohlwollend aufgenommen; manche werfen ihr vor, zu individualistisch zu argumentieren, während andere genau diese Klarheit schätzen. Diese Kontroversen sind letztlich Teil dessen, was ihre Texte so lesenswert macht – sie treffen selten den bequemen Mittelweg.
Von jung bis heute: Eine Karriere im Wandel
Blickt man auf Mirna Funk jung zurück, also auf ihre Anfänge in Ost-Berlin und ihre ersten Schritte im Kommunikationsbereich, wird deutlich, wie weit ihr Weg sie seitdem geführt hat. Vom Studium der Philosophie über erste journalistische Gehversuche bis hin zum internationalen Bestsellererfolg – ihre Entwicklung zeigt eine Frau, die sich immer wieder neu positioniert hat, ohne ihre Grundthemen aus den Augen zu verlieren.
Privatleben: Tochter, Beziehung und Lebensmittelpunkt
Im Privaten ist Mirna Funk vor allem für eines bekannt: Sie ist alleinerziehende Mutter einer mirna funk tochter, die 2015 geboren wurde. Über einen aktuellen mirna funk Freund oder eine Partnerschaft ist öffentlich nichts Verlässliches bekannt – Funk hält diesen Teil ihres Lebens bewusst aus dem Rampenlicht heraus. Bekannt ist hingegen, dass sie ihren Alltag zwischen zwei Städten aufteilt: Berlin und Tel Aviv. Diese Doppelperspektive prägt nicht nur ihr Privatleben, sondern auch viele ihrer Texte über jüdische Identität in Europa und Israel.
Auszeichnungen und Anerkennung
Neben dem Uwe-Johnson-Förderpreis wurde Funk auch für den aspekte-Literaturpreis sowie den Ulla-Hahn-Autorenpreis nominiert. Diese Anerkennungen unterstreichen, dass sie nicht nur eine Meinungsstarke Kolumnistin ist, sondern auch literarisch ernst genommen wird.
Fazit
Mirna Funk verbindet auf seltene Weise Journalismus und Literatur, Persönliches und Politisches. Ob in ihren Romanen, ihren Kolumnen bei Cosmopolitan oder ihren pointierten Essays – sie bleibt eine Stimme, die man im Blick behalten sollte, gerade weil sie sich nicht scheut, unbequeme Themen anzupacken.
Lesen Sie auch: Gabi Bauer und ihre Zwillinge: Der Moment, der ihr Leben veränderte
