Wer sich mit dem Leben von Bert Trautmann beschäftigt, stößt schnell auf eine Geschichte, die weit über den Fußball hinausgeht. Der legendäre Torwart von Manchester City war nicht nur auf dem Spielfeld eine außergewöhnliche Persönlichkeit – auch sein Privatleben war von tiefen Gefühlen, Tragödien und Neuanfängen geprägt. Das Thema Bert Trautmann Ehepartner zieht deshalb bis heute viele Fußballfans und Geschichtsinteressierte in seinen Bann. Wer waren die Frauen in seinem Leben? Welche Rolle spielten sie in den verschiedenen Phasen seiner Karriere und seiner persönlichen Entwicklung? Dieser Artikel gibt einen vollständigen, sachlichen und menschlichen Einblick in Trautmanns Privatleben – von seiner ersten großen Liebe bis zu seiner letzten ruhigen Lebensphase in Spanien.
Wer ist Bert Trautmann? – Eine kurze Biografie
Bernhard Carl Trautmann wurde am 22. Oktober 1923 in Bremen-Walle geboren. Seine Jugend war stark von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs geprägt: Als junger Mann meldete er sich freiwillig zum Militärdienst und diente als Fallschirmjäger der Luftwaffe an der Ostfront. Er war einer von nur wenigen Überlebenden seines Regiments. Gegen Ende des Krieges geriet er in britische Kriegsgefangenschaft und wurde in ein Lager in der Nähe von Manchester gebracht.
Was niemand ahnte: Genau dort sollte sein neues Leben beginnen. Im Lager entdeckten britische Beobachter sein außergewöhnliches Torwarttalent, und nach seiner Entlassung entschied sich Trautmann, in England zu bleiben. Im Oktober 1949 unterschrieb er seinen Vertrag bei Manchester City – trotz massiver Proteste von rund 20.000 Menschen, die einen ehemaligen deutschen Soldaten nicht im englischen Fußball sehen wollten.
Was folgte, war eine Karriere für die Geschichtsbücher. Bert Trautmann bestritt über 545 Spiele für Manchester City, wurde 1956 als erster Ausländer überhaupt zum Fußballer des Jahres in England gewählt und hinterließ ein Vermächtnis, das bis heute unvergessen ist. Am 19. Juli 2013 verstarb er im Alter von 89 Jahren in La Llosa, Spanien.
Der berühmteste Moment: Bert Trautmann und sein Genickbruch
Kaum ein Ereignis in der Fußballgeschichte ist so legendär wie das, was am 5. Mai 1956 im Londoner Wembley-Stadion geschah. Manchester City trat im FA-Cup-Finale gegen Birmingham City an und führte mit 3:1, als Trautmann in der 75. Spielminute mutig aus seinem Tor stürzte, um einen Angriff zu unterbinden. Birminghams Stürmer Peter Murphy traf ihn dabei mit dem Knie am Nacken.
Bert Trautmann spielte die verbleibenden 17 Minuten weiter – mit einem Genickbruch, ohne es zu wissen. Erst drei Tage später ergab eine Röntgenuntersuchung das erschreckende Ergebnis: Fünf Halswirbel waren ausgerenkt, der zweite Halswirbel war gebrochen. Experten sagten später, dass ein minimaler Unterschied in der Aufprallposition seinen Tod hätte bedeuten können. Dieser Bert Trautmann Genickbruch ist bis heute eines der faszinierendsten Kapitel im internationalen Fußball – und gleichzeitig ein Beweis für seine unglaubliche Widerstandskraft, die ihn auch im Privatleben auszeichnete.
Bert Trautmann Ehepartner – Ein Leben mit drei Ehen
Das Privatleben von Bert Trautmann war von Liebe, Verlust und Neuanfängen geprägt. Insgesamt war er dreimal verheiratet. Jede seiner Ehen stand für eine bestimmte Lebensphase und erzählt etwas über den Menschen hinter der Legende. Wer seine Ehepartner kennt, versteht Trautmann als Menschen viel besser.
Erste Ehefrau: Bert Trautmann und Margaret Friar
Die erste und wohl bekannteste Beziehung unter dem Stichwort Bert Trautmann Ehepartner war die mit Margaret Friar. Sie war die Tochter von Jack Friar, einem einflussreichen Fußballfunktionär, der eine wichtige Rolle dabei spielte, Trautmann trotz heftiger öffentlicher Proteste in England als Spieler zu etablieren.
Bert Trautmann und Margaret Friar lernten sich in den frühen Jahren seiner Zeit in England kennen. Für Trautmann war diese Begegnung mehr als nur eine persönliche Verbindung – Margaret war eine der ersten Personen, die ihm in einem fremden Land mit offenem Herzen begegnete. In einer Zeit, in der viele Engländer Deutschen gegenüber noch mit tiefsitzenden Vorbehalten reagierten, bedeutete ihre Unterstützung enorm viel.
Das Paar heiratete im Jahr 1950 und bekam gemeinsam drei Söhne. Die Familie lebte in Manchester, wo Trautmanns Karriere gerade ihren Höhepunkt erreichte. Margaret stand ihm durch die turbulentesten Jahre seiner Zeit bei Manchester City zur Seite.
Ein unvorstellbarer Verlust
Nur wenige Monate nach dem denkwürdigen FA-Cup-Finale 1956 traf die Familie ein schwerer Schicksalsschlag: Ihr ältester Sohn John starb im Alter von fünf Jahren bei einem Verkehrsunfall in der Nähe des Familienheims in Manchester. Dieser Verlust erschütterte Bert Trautmann tief. Laut seiner eigenen Aussagen hatte er jahrelang Schwierigkeiten, mit diesem Schmerz umzugehen – und auch die Ehe litt langfristig unter diesem Verlust.
Nach über zwanzig gemeinsamen Jahren trennten sich Bert Trautmann und Margaret Friar im Jahr 1972 und ließen sich scheiden. Es war das Ende eines Lebensabschnitts, der Trautmann geprägt hatte wie kaum ein anderer.
Marion Greenhall und Tochter Frieda – Eine frühere Verbindung
Bevor Bert Trautmann Margaret Friar heiratete, gab es eine bedeutende frühere Beziehung in seinem Leben. Noch während seiner Zeit in England hatte er eine Partnerschaft mit Marion Greenhall, aus der eine Tochter hervorging: Frieda. Diese Verbindung spielte lange Zeit keine öffentliche Rolle, da Trautmann sich von seiner Tochter Frieda in den frühen Jahren entfremdete.
Er selbst beschrieb diese Entscheidung später als einen der schwersten Fehler seines Lebens. Erst im Jahr 1990 – Jahrzehnte später – gelang ihm die Wiedervereinigung mit seiner Tochter. Im Jahr 2001 traf er auch Marion Greenhall nach langer Zeit wieder. Bert Trautmann tochter Frieda und die Umstände dieser Entfremdung und Versöhnung zeigen eine sehr menschliche Seite des Fußballhelden: einen Mann, der aus seinen Fehlern lernte und noch im hohen Alter bereit war, Verantwortung zu übernehmen.
Zweite Ehefrau: Bert Trautmann und Ursula van der Heyde
Nach der Scheidung von Margaret Friar begann für Bert Trautmann ein neuer Lebensabschnitt. Er heiratete in den frühen 1970er Jahren Ursula van der Heyde, seine zweite Ehefrau. Diese Beziehung fiel in eine Zeit, in der er sich zunehmend aus dem aktiven Fußball zurückzog und eine neue Identität als Trainer und Botschafter des Spiels entwickelte.
Bert Trautmann Ursula van der Heyde – diese Verbindung war weniger öffentlichkeitswirksam als seine erste Ehe, was Trautmann bewusst so hielt. Er begleitete in dieser Zeit internationale Fußballprojekte in Ländern wie Pakistan, Liberia, Tansania und Burma. Ursula van der Heyde war eine Stütze in dieser bewegten Phase seines Lebens nach dem Profisport.
Über die Details dieser Ehe sind nur begrenzt gesicherte Informationen öffentlich bekannt. Die Ehe endete in den frühen 1980er Jahren mit einer weiteren Trennung – einem erneuten persönlichen Einschnitt für Trautmann, der sich danach ein letztes Mal neu orientierte.
Dritte Ehefrau: Marlis Trautmann – Stabilität im Lebensabend
Die dritte und letzte Ehe von Bert Trautmann war die ruhigste und beständigste. Mit Marlis Trautmann fand er in seinen späteren Jahren die Ausgeglichenheit, die er sich nach einem Leben voller Höhen und Tiefen verdient hatte. Das Paar heiratete in den 1980er Jahren und zog gemeinsam nach Spanien, wo Trautmann seinen Ruhestand genoss.
Marlis blieb bis zu seinem Tod am 19. Juli 2013 an seiner Seite. Viele, die Trautmann in seinen letzten Lebensjahren kannten, beschrieben diese Phase als die harmonischste und friedlichste seines Privatlebens. Weit entfernt vom Rampenlicht führte er mit Marlis ein zurückgezogenes, erfülltes Leben – als Mensch, nicht nur als Legende.
Bert Trautmann Kinder – Zwischen Freude und Verlust
Bert Trautmann Kinder war ein Thema, das ihn sein ganzes Leben begleitete. Mit Margaret Friar hatte er drei Söhne, von denen John – wie bereits erwähnt – im Jahr 1956 tragisch ums Leben kam. Die verbleibenden zwei Söhne blieben Teil seines Lebens, auch nach der Scheidung.
Dazu kam seine Tochter Frieda aus der früheren Beziehung mit Marion Greenhall. Insgesamt war Trautmann also Vater von vier Kindern – eine Tatsache, die in vielen Berichten über ihn wenig Beachtung findet. Als Vater hatte er Höhen und Tiefen erlebt: tiefen Schmerz durch den Verlust seines Sohnes, langanhaltende Entfremdung von seiner Tochter und schließlich eine bewegende Versöhnung noch in seinen späteren Jahren.
Bert Trautmann sohn John bleibt dabei das tragischste Kapitel – ein Verlust, der nicht nur die Ehe mit Margaret Friar belastete, sondern Trautmann als Mensch tief veränderte.
Bert Trautmann Film – Das Leben auf der Leinwand
Das außergewöhnliche Leben von Bert Trautmann hat längst seinen Weg auf die Kinoleinwand gefunden. Der Bert Trautmann Film „The Keeper” (im deutschsprachigen Raum auch als „Trautmann” bekannt) erschien im Jahr 2018 und erzählt seine Geschichte auf eindrucksvolle Weise. Der deutsche Schauspieler David Kross übernahm die Hauptrolle des Bert Trautmann und brachte seine Geschichte einem neuen Publikum näher.
Der Film beleuchtet nicht nur seine außergewöhnliche Karriere bei Manchester City und den legendären Genickbruch im FA-Cup-Finale, sondern auch sein Privatleben – insbesondere die Beziehung zu Margaret Friar und die gesellschaftlichen Spannungen einer deutsch-englischen Ehe in der Nachkriegszeit. Für viele Zuschauer war dieser Film der erste Kontakt mit Trautmanns bewegender Lebensgeschichte. Er machte deutlich, dass hinter dem Torwart ein Mensch stand, dessen Geschichte weit mehr erzählt als Fußball.
Bert Trautmann – Ein Vermächtnis, das bleibt
Bert Trautmann hinterließ nicht nur ein sportliches Erbe – er hinterließ auch das Bild eines Mannes, der trotz aller Widersprüche immer wieder nach vorne blickte. Er erhielt 2004 den Ehrenorden des Britischen Empire (OBE) und 1997 das Bundesverdienstkreuz. Die Fans von Manchester City wählten ihn 2007 zum besten Spieler der Vereinsgeschichte. Die „Bert Trautmann Foundation” fördert bis heute Mut und Fairplay im Sport.
Seine Ehepartner, seine Kinder und seine Beziehungen waren dabei keine Randnotizen – sie waren ein wesentlicher Teil dessen, was ihn zum Menschen gemacht hat. Das Thema Bert Trautmann Ehepartner ist deshalb kein Klatsch, sondern ein tiefes Stück Zeitgeschichte: ein Zeugnis von Liebe, Verlust, Versöhnung und dem unbedingten Willen zum Neubeginn.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Ehepartner hatte Bert Trautmann?
Bert Trautmann war insgesamt dreimal verheiratet: mit Margaret Friar (1950–1972), Ursula van der Heyde (ca. 1972 – Anfang der 1980er Jahre) und Marlis Trautmann (ab den 1980er Jahren bis zu seinem Tod 2013).
Wer war Bert Trautmanns erste Ehefrau?
Seine erste Ehefrau war Margaret Friar, Tochter eines englischen Fußballfunktionärs. Die Heirat im Jahr 1950 hatte nicht nur privat, sondern auch symbolisch große Bedeutung – als Zeichen der Versöhnung zwischen Deutschland und England nach dem Zweiten Weltkrieg.
Hatte Bert Trautmann einen Sohn?
Ja. Mit Margaret Friar hatte er drei Söhne. Sein ältester Sohn John kam 1956 tragisch bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Er war erst fünf Jahre alt.
Wer ist Bert Trautmanns Tochter Frieda?
Frieda ist Bert Trautmanns Tochter aus einer früheren Beziehung mit Marion Greenhall. Nach einer langen Phase der Entfremdung gelang Trautmann 1990 die Wiedervereinigung mit ihr.
Was hat es mit dem Bert Trautmann Genickbruch auf sich?
Im FA-Cup-Finale 1956 spielte Bert Trautmann die letzten 17 Minuten mit einem gebrochenen Genick weiter, ohne es zu wissen. Erst drei Tage später bestätigte eine Röntgenaufnahme den Bruch des zweiten Halswirbels – einer der spektakulärsten Momente der Fußballgeschichte.
Gibt es einen Film über Bert Trautmann?
Ja. Der Spielfilm „The Keeper” (2018) mit David Kross in der Hauptrolle erzählt Trautmanns Leben – von seiner Zeit als Kriegsgefangener bis zu seiner Karriere bei Manchester City und seinem Privatleben.
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